Geburts-vorbereitende Akupunktur

09.03.2017

 

Auch im Kreißsaal kommt die China-Nadel schon zum Einsatz: zur Entspannung und zur Schmerzlinderung. Wird die Akupunktur schon zur Geburtsvorbereitung eingesetzt, kann die Entbindung sogar erheblich verkürzt werden.

 

Und so funktioniert's

 

In vielen Fällen kann Akupunktur sehr gut bei Schmerzen helfen. Es liegt also nahe, diesen Effekt auch für die Entbindung zu nutzen. Deshalb kommt die China-Nadel inzwischen auch im Kreißsaal zum Einsatz. Dabei werden zwei Ziele verfolgt: Entspannung und Schmerzlinderung. Und das begünstigt sich gegenseitig. Denn je entspannter Sie während der Geburt sind, desto seltener besteht die Gefahr, dass Sie aus Angst vor den Schmerzen verkrampfen. Und je weniger schmerzhaft Sie die Wehen empfinden, desto entspannter sind Sie. Alles zusammen reduziert den Geburtsstress erheblich. 
 

BILDNACHWEIS: WIX.COM

 

 

Weniger Schmerzen dank geburtsvorbereitender Akupunktur


Aber die geburtsvorbereitende Akupunktur hat noch einen weiteren ganz entscheidenden positiven Effekt. Beginnen Sie mit der Behandlung schon etwa vier Woche vor dem errechneten Geburtstermin, kann das die Dauer der Geburt deutlich verkürzen. Das klingt ja fast zu schön um wahr zu sein. Aber tatsächlich konnten bereits verschiedene, unabhängige Studien die Wirksamkeit der geburtsvorbereitenden Akupunktur nachweisen. So testete zum Beispiel die Universitätsfrauenklinik in Mannheim das chinesische Naturheilverfahren mit ca. 800 Schwangeren. Das Ergebnis: Bei den Schwangeren, die vor der Entbindung NICHT akupunktiert wurden, dauerte die Geburt im Schnitt zwei Stunden länger. 

Erklären lässt sich das so. Bei den Sitzungen der geburtsvorbereitenden Akupunktur werden bestimmte Punkte stimmuliert, welche den Muttermund letztlich bei seiner Reifung  unterstützen. Bei der Geburt - insbesonderen in der Eröffnungsphase - können die Wehen dann gezielter auf den Muttermund wirken und sind dadurch effektiver. Sprich: Die Geburt verkürzt sich.


 

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Neben dem WANN ist auch das WIE bei der geburtsvorbereitenden Akupunktur entscheidend. Lässt man die Nadeln ruhig stecken, wirken sie anregend. Dreht man sie dagegen leicht im Gewebe, haben sie einen beruhigenden Effekt. Diesen Unterschied machen sich Gynäkologen und die Hebamme bei der Geburtshilfe zunutze. Ist die Frau zum Beispiel gerade in einem „Wehensturm“, dreht der Akupunkteur die Nadeln, um eine lindernde Wirkung zu erzielen. Ist der Geburtsvorgang dagegen ins Stocken geraten, bewegt der die Nadeln nicht. Wichtig dabei: Wer eine Frau während der Schwangerschaft mit Nadeln behandelt, sollte genau wissen, was er tut - und entsprechend dafür ausgebildet sein. 

Ebenfalls wichtig: Sie sollten nicht erst im Kreißsaal mit der Akupunktur beginnen. Jeder Körper reagiert auf die Stimulation der Nadeln anders und Sie sollten genau wissen, was Ihnen gut tut und was nicht. Von solchen "Experimenten" während der Geburt raten wir daher ab. 

 

QUELLE: FAMILIE.DE 

 

 

 

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