Was macht eine Kinderwunschklinik?

19.04.2017

 

Kinderwunschkliniken bieten mehrere unterschiedliche Kinderwunschbehandlungen an. Welche angewandt wird, richtet sich nach den jeweiligen Ursachen für den uner-füllten Kinderwunsch.

 

Deshalb sind genaue, individuelle Untersuchungen sowohl beim Mann als auch bei der Frau eine wichtige Voraussetzung für jede Kinderwunschbehandlung.

  • Hormonbehandlung: Wird bei Frauen eingesetzt, die seltene oder keine Eisprünge haben. Das gängigste Medikament ist das den Eisprung auslösende Clomifen.

  • Insemination: Wird bei eingeschränkter Spermienqualität angewandt. Und bei Frauen, deren Zervixschleim Spermien nicht gut durchlässt. Außerdem bei Paaren, bei denen es keine Erklärung für ihre Kinderlosigkeit gibt. Bei einer Insemination wird das Ejakulat aufbereitet, die beweglichen und normal geformten Spermien werden herausgefiltert und in die Gebärmutter injiziert.

  • In-Vitro-Fertilisation: Wird bei verschlossenen Eileitern, Endometriose und schlechter Spermienqualität angewandt. Es werden sowohl Eizellen als auch Spermien entnommen und in einem Reagenzglas zusammengebracht, damit eine Befruchtung stattfinden kann. Glückt der Versuch, werden bis zu maximal drei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt.

  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion: Diese Methode wird vor allem bei verminderter Spermienqualität eingesetzt. Ein Spermium wird außerhalb des Körpers direkt in eine Eizelle injiziert. Kommt es zu einer Befruchtung, werden wiederum bis zu drei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt.

 

BILDNACHWEIS: WIX.COM


 

 

Kosten für die Kinderwunschbehandlung


Kinderwunschbehandlungen sind leider sehr kostenaufwendig. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zwar für jede Behandlungsart bei den ersten drei Versuchen 50 Prozent der Kosten, der Eigenanteil beträgt aber immer noch zwischen 250 (bei einer Insemination) und 1.800 Euro (bei einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion).

 

Zudem muss die Frau zwischen 25 und 39 Jahre, der Mann zwischen 25 und 49 Jahre alt sein und das Paar muss verheiratet sein, damit die Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt.



 

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Bei Privatversicherten kommt es häufig darauf an, an welchem von beiden Patienten die Kinderlosigkeit liegt. Ist beispielsweise der Mann zeugungsunfähig und privatversichert, übernimmt seine Krankenkasse in der Regel die kompletten Kosten für die Kinderwunschbehandlung. Liegt das Problem jedoch bei seiner gesetzlich versicherten Frau, übernimmt die private Versicherung des Mannes keinerlei Kosten. Da dies jedoch nie pauschal gesagt werden kann, weil in jeder privaten Krankenversicherung unterschiedliche Konditionen herrschen, sollten Sie sich mit Ihrer Versicherung in Verbindung setzen, bevor Sie eine Kinderwunschbehandlung in der Kinderwunschklinik beginnen.

 

Ein wichtiger Tipp: Eine künstliche Befruchtung können Ehepaare als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.

 

QUELLE: ELTERN.DE 

 

 

 

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